Artistik ist wohl die ästhetischste Form der Unterhaltung. Es ist immer wieder verblüffend, wie gerade professionelle Artisten mit ihrem Körper und Bewegungen Zuschauer verzaubern. Der Laie wünscht sich, dieses Können auch zu beherrschen. Dieser Wunsch ist vielleicht gar nicht so schwer zu erfüllen, denn es gibt einfache Werkzeuge, die einem helfen, selbst zum Entertainer zu werden. Neben einfachen Jonglierbällen oder Tüchern gibt es hier auch ein weniger bekanntes Instrument. Den Flowerstick, der Ästhetik, Bewegung und Showelemente vereint.

Was ist ein Flowerstick?

Ein Flowerstick ist ein ungefähr 50 cm langer Stab mit gummierter Oberfläche. Er lässt sich leicht in der Hand halten und durch kreisende Handbewegungen entsteht eine tanzende Rotation. Hierbei sind der Fantasie des “Stickers” keine Grenzen gesetzt und nach ein bisschen Übung werden Körperbeherrschung und Bewegungsabläufe flüssiger. Erhältlich ist der Flowerstick in vielen Farben, Mustern und Größen, sodass jeder damit beginnen kann.

Die Geschichte des Flowersticks

Die Arbeit mit dem Flowerstick ist eine Art des Jonglierens und fällt somit in die Artistiksparte. Hier wurde er schon sehr früh bei vielen Theateraufführungen eingebaut. Erste Aufzeichnungen zum Einsatz des Flowersticks finden sich bereits Mitte des 18. Jahrhunderts. In Deutschland bekannt wurde er jedoch erst im 19. Jahrhundert, als 1813 in Berlin ein Werbeplakat einer Bühnenshow damit warb.

Unterhaltungs- und Spaßfaktor

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Flowerstick. Beginnt man mit dem Flowerstick, so wird man vielleicht zunächst enttäuscht sein, denn nicht gleich lassen sich atemberaubende Kunststücke zaubern. Er wird das ein oder andere Mal zu Boden purzeln. Nach ein wenig Übung ist es jedoch gar nicht mehr so schwer und die ersten Erfolgsmomente motivieren zum Weitermachen. Kommt man über die Grenze des Beginners hinaus, kann man den Stick fliegen lassen, mit einem Partner spielen oder auf die nächste Stufe, den Devilstick, umsteigen. Dieser ist im Grundprinzip ein längerer Stab, der etwas mehr Feinmotorik erfordert und schneller um die eigene Achse rotiert. Dadurch lassen sich dann höhere Würfe und Techniken erspielen.