Immer wieder eine absolute Sensation: Der Kölner Karneval

Insbesondere der Rosenmontagszug in Köln bricht Jahr für Jahr neue Rekorde. Auch wenn es den Sicherheits-Experten in den Wochen und Monaten zuvor die Köpfe rauchen lässt, wie sie die Veranstaltung so sicher wie nur irgendwie möglich gestalten können, so zeigen sich Millionen Besucher unbeirrt von allen Sicherheitsbedenken. Denn jeder weiß, dass es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann.

Nach Schätzungen besuchten rund 1,2 Millionen Zuschauer den Umzug, trotz eisiger Kälte und den bereits angesprochenen Sicherheitsbedenken. Auf einer Strecke von circa sieben bis acht Kilometern schlängelt sich der Umzug durch die Massen in der Kölner Innenstadt, unzählige Mottowagen und Fußgruppen unterhalten die Menschen am Straßenrand. Eben jene Mottowagen sind für viele die größte Attraktion, hier wird mit viel Liebe zum Detail über Monate hinweg gearbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit können sich sehen lassen, denn oft greifen die Mottowagen aktuelle Themen auf und setzen witzige satirische Pointen. Hier ist schon so mancher Politiker durch den Kakao gezogen worden.

In diesem Jahr haben über 10.000 Menschen im Zug mitgewirkt. Es waren über 100 Kapellen und ebenfalls ungefähr 100 Wagen im Zug vertreten. Trotz dieser beachtlichen Zahlen ist der Kölner Rosenmontagszug damit nicht der Längste. Der längste Zug geht in einem Ort in der Nähe von Aachen, Eschweiler.

Für die kleinen Besucher zählt vor allem eins: Kamelle. Mit Kamelle meint der Kölner die Süßigkeiten, die von den Wagen und Fußgruppen in die Menge geworfen werden. Das ist für Kinder natürlich ein Traum und am Ende des Tages geht so mancher der Kleinen mit einer großen Einkaufstüte voller Süßigkeiten nach Hause.

Im Jahre 1823 hat es den ersten Umzug gegeben und ist seitdem auch fast ununterbrochen gegangen. Selbst nach dem Krieg, als Köln komplett in Trümmern lag, hat es einen Rosenmontagszug durch die Kölner Trümmerlandschaft gegeben. Die Identifikation der Kölner mit ihrem Karneval ist ebenso groß und lässt sich durch nichts beirren oder abhalten. Da kann kommen was will. Einfach sympathisch.

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