Zurück in den Club

Riesig waren sie, die großen Discotheken, bis vor ein paar Jahren eine Trendwende eingetreten ist, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Wir wollen uns heute anschauen wie sich das „Ausgeh-Verhalten“ während der letzten Jahre verändert hat.

Die großen Tempel und Arenen der Musik zogen über viele Jahre hinweg das meist jüngere Publikum geradezu magisch an. Immer größer wurden sie, mit immer noch aufwendigeren Licht – und Laser-Shows, mit Wasserfällen auf der Tanzfläche, zu jedem Musikgenre ein eigener Bereich, Restaurants und Cocktailbars inklusive. Es waren schon fast kleine Städte die meist in der Peripherie der großen Metropolen und Ballungszentren entstanden sind. Jede Woche neues Spektakel, Feuer-Shows, Star-DJs und allem was auch nur im entferntesten etwas mit Musik und Abendunterhaltung zu tun hatte.

Viele fragten sich, wie geht das weiter, wie ist das alles noch zu toppen? Noch größer, noch bunter, noch schriller? Nein. Das genaue Gegenteil ist passiert. Die großen Musik-Tempel schließen der Reihe nach wieder. Der Trend hat sich geändert. Das Partyvolk sehnt sich wieder nach kleineren Clubs mit Wohlfühlambiente und kehrt den Großen den Rücken.

Der Abend sei um einiges stressfreier so berichten manche, anderen wiederum gefällt, dass es in einem kleinen Club deutlich persönlicher zugeht. Nach einer Weile kennt man das Personal, den Chef und die meisten Gesichter der Stammgäste kommen einem nach ein paar Besuchen schnell vertraut vor. Marketing-Experten sprechen davon das dieses Konzept eine höhere emotionale Bindung erzeugen kann als die riesigen Großraum-Diskotheken, die viele als unpersönlicher wahrgenommen haben.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Preise, hier sei gesagt das es natürlich Clubs gibt deren Preise bewusst hochgehalten werden, um das Publikum zu sortieren. Aber generell ist festzustellen, dass bei den meisten Clubs kein Eintritt fällig wird und sich auch die Getränkepreise in einem akzeptablen Rahmen halten.

Ob das Pendel irgendwann wieder umschlägt und es alle wieder zurück in die großen Unterhaltungs-Arenen zieht, bleibt abzuwarten. Denn Trends können sich bekanntlich schnell ändern.

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